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Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung

Ein Projekt der Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V.





NEUES AUS DER  ANTIDISKRIMINIERUNGS-ARBEIT




Newsletter Nr. 1 | August 2021   

Projekterweiterung der Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung um das Merkmal chronische Erkrankung!

Die Antidiskriminierungsberatung (ADB) der Landesvereinigung Selbsthilfe e.V. vertritt seit dem 1.7.2021 neben den Merkmalen Alter und Behinderung nun auch das Merkmal chronische Erkrankung.

Für die ADB Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung bedeutet die Projekterweiterung

  • dass wir gezielter gegen Diskriminierung aufgrund von chronischer Erkrankung vorgehen,
  • Betroffene noch besser beraten und vertreten
  • sowie öffentlichkeitswirksamer agieren können.

Aus diesem Anlass fand am Donnerstag, den 1.7.2021 von 16.00-17.30 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung statt. 

Die Veranstaltung hatte zum Ziel, die Projekterweiterung feierlich bekannt zu machen und offen zu diskutieren, welche Bedeutung das neue Merkmal für die Antidiskriminierungsberatung hat.

Mit einem einladenden und herzlichen Grußwort unterstreicht Marlene Kölling (Leitung des Referats für Rechts- und Ombudsangelegenheiten der Antidiskriminierungspolitik, SenJustVA) die Bedeutung der neuen Thematik. Sie ist überzeugt, dass die ADB ihre erfolgreiche Arbeit mit den Merkmalen Alter und Behinderung auch im Kontext des neuen Merkmals chronische Erkrankung fortführen wird.

Sie möchten wissen, wie es weiterging und sich die Beiträge der Mitarbeiterinnen der ADB und der Leiterin der LADG-Ombudsstelle, Dr. Doris Liebscher ansehen?
Mehr zur Diskussion mit den Teilnehmenden und zur Veranstaltung finden Sie hier.


Wir bedanken uns bei Allen für den interessanten Austausch und die Diskussion.
Ihr ADB-Team

 



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Die Antidiskriminierungsberatung wächst

Seit dem 1. Juli 2021 unterstützt Stefanie Ackermann die Arbeit in der Antidiskriminierungsberatung - und zwar speziell zum neuen Merkmal chronische Erkrankung.

Frau Ackermann ist Diplom-Soziologin und seit September 2020 als Koordinatorin der Patientenvertretung tätig. Zuvor hat sie lange Zeit im Kontext Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gearbeitet.

„Ich freue mich auf den gemeinsamen Lernprozess in diesem spannenden Themenfeld“, so Frau Ackermann auf der gut besuchten Online-Auftaktveranstaltung am 1. Juli 2021.  




LV SELBSTHILFE JETZT VERBANDS-KLAGEBERECHTIGT / ZUM LADG




Anerkennung der LV Selbsthilfe Berlin e.V. als verbandsklageberechtigter Antidiskriminierungsverband

Die LV Selbsthilfe Berlin e.V. ist als verbandsklageberechtigter Antidiskriminierungsverband im Sinne von §10 Absatz 1 Satz 2 Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) anerkannt. Mit dieser Anerkennung stehen der LV Selbsthilfe Berlin e.V. gemäß §10 Absatz 1 Satz 3 LADG die Befugnisse nach §9 LADG (Antidiskriminierungsrechtliche Verbandsklage) zu.

Das Verbandsklagerecht ermöglicht es den Betroffenen von Diskriminierung, ihre Klage auf einen Verband zu übertragen. Dieser macht dann die Rechte der Betroffenen im eigenen Namen vor Gericht geltend. Somit können Antidiskriminierungsverbände für Menschen, denen aus Angst, Trauma oder durch besondere Lebenslagen der Zugang zum Recht erschwert ist oder die nicht als Person in Erscheinung treten wollen, stellvertretend klagen oder strukturelle Mängel selbst angehen.

Für ein wirksames Antidiskriminierungsgesetz ist es notwendig, einen Rechtshilfefonds zu etablieren. Nur so können Beratungsstellen bzw. kleinere und mittlere Verbände Beschwerdeführende angemessen unterstützen, ohne sich selbst in untragbare finanzielle Risiken zu begeben. 
Erfahren Sie mehr



Das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) für Berlin

LADG bislang einmalig in Deutschland
Seit vielen Jahren haben sich Verbände, Vereine und andere Nicht-Regierungsorganisationen in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung der Aufgabe gewidmet, vorhandene Rechtsschutzlücken in den bisher bestehenden Antidiskriminierungsgesetzen zu schließen, um es mehr Menschen zu ermöglichen, gegen Diskriminierung rechtlich vorzugehen. Das am 21.06.2020 in Kraft getretene Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) ist das Ergebnis dieses langjährigen Prozesses und bislang einmalig in der Bundesrepublik Deutschland. Bisher verfügt kein weiteres Bundesland über ein entsprechendes Gesetz.

Weitere Möglichkeiten gegen Diskriminierung vorzugehen
Das LADG stellt in vielerlei Hinsicht eine Erweiterung der bisher gültigen Rechtsprechung im Antidiskriminierungsbereich dar. Es beinhaltet eine notwendige Ausweitung der Diskriminierungsmerkmale, wodurch sich der Personenkreis der Menschen, die gegen Diskriminierung rechtlich vorgehen können, vergrößert. Ein besonderes Augenmerk gilt hier dem Novum des sozialen Status, der Unterscheidung zwischen Diskriminierung aufgrund von rassistischer und antisemitischer Zuschreibung, sowie der Hinzuzählung der Betroffenen von chronischen Erkrankungen. Ebenfalls neu, wenn auch nicht auf den ersten Blick so zu erkennen, ist die Verwendung des Begriffs „Lebensalter“, der bislang in keinem anderen Gesetz zum Diskriminierungsschutz so verwendet wird. „Lebensalter“ verdeutlicht noch einmal mehr als der gängige Begriff „Alter“, dass Diskriminierung in jeder Lebensphase, egal, ob als junger oder alter Mensch, passieren kann.

Geschärfter Blick
Die hinzugefügten Diskriminierungsmerkmale lassen weitere intersektionale Verschränkungen sichtbar werden. Der Blick wird geschärft für die Vielfalt von Identität und weggeleitet von einem Pyramidensystem, das bestimmte Merkmale höher wiegt als andere. Je umfassender jene Zuschreibungen gedacht werden, desto deutlicher wird, dass fast immer mehrere Merkmale in einer Person zusammentreffen.


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ZUM THEMA – EIN FLYER UND EINE BROSCHÜRE

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Informations-Flyer zum LADG
Sie waren bei einer Berliner Behörde
und fühlen sich schlecht, wütend, gedemütigt? ODER
Sie planen den Besuch bei einer Berliner Behörde und fürchten sich davor?
Download als pdf-Datei: LADG-Flyer
 
Broschüre zum LADG
Broschüre für Beratung und Prozess-vertretung, die sich an diejenigen, die das LADG umsetzen: zukünftige Prozessvertreter:innen, Verbände und Beratungsstellen.
Download als pdf-Datei (barrierefrei)
Von: Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V. /  Antidiskriminierungsberatung Alter oder Behinderung | Sozialverband Deutschland (SOVD) Berlin-Brandenburg und
Sozialverband VdK Deutschland Berlin-Brandenburg e.V. 




VERANSTALTUNGEN, NEWS & MEHR




Neu bei uns: Online-Beratung auf der ADB-Homepage

Seit dem 29. Juni 2021 bietet die ADB Beratung über Audio- oder Video-Konferenz oder Chat an!

Sie können sich vorher für einen der Termine anmelden oder während der Beratungs-Zeit per E-Mail anfragen, ob die Beraterin frei ist.

Dann schicken wir Ihnen den Link zu unserem Web-Meeting-System direkt zu.

Zur Online-Beratung

NEU! Online Beratung auf der ADB-Homepage

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Mehr Informationen finden Sie hier: https://www.diskriminierung-berlin.de/beratung/online-beratung

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DIE ANTI-DISKRIMINIERUNGS-BERATUNG




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ALTER

 
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BEHINDERUNG

 
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CHRONISCHE ERKRANKUNG

 

WWW.DISKRIMINIERUNG-BERLIN.DE




Impressum

Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e. V.
Littenstraße 108  | 10179 Berlin

Telefon: 030 / 27 59 25 25 | Telefax: 030 / 27 59 25 26 | adb (at) lv-selbsthilfe-berlin.de

Vertreten durch: Vorsitzende, Gerlinde Bendzuck | stellv. Vorsitzender, Daniel Fischer | Schatzmeister, Uwe Danker
Geschäftsführung: Malte Andersch

Vereinsregister: Amtsgericht Charlottenburg VR 6123 B
Redaktion: Gerlinde Bendzuck (verantwortlich gemäß § 10 Abs. 3 MDStV), Stefanie Ackermann, Anna Heidrich, Agnieszka Schwager
Gestaltung: Ute Lauzeningks

Haftungshinweis:
Es erfolgt zwar eine sorgfältige inhaltliche Kontrolle, jedoch übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links.

Wir sind gefördert durch die Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung.





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